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	<title>#1 &#8211; Straßen aus Zucker</title>
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	<title>#1 &#8211; Straßen aus Zucker</title>
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		<title>Warum »Straßen aus Zucker«?</title>
		<link>https://www.strassenauszucker.tk/2009/04/warum-strassen-aus-zucker/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[strassenauszucker]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2009 09:16:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[2009 ist das Superjubiläumsjahr. Vor 20 Jahren ist die Berliner Mauer gefallen und vor 60 Jahren wurde das Grundgesetz verabschiedet. Genug Gründe also für Deutschland, dieses Jahr zu feiern. Die von der Bundesregierung initiierten Feierlichkeiten stehen passender Weise unter den Schlagwörtern „Freiheit und Einheit“. Was ist dagegen einzuwenden? Eine ganze Menge! Melodien für Millionen Die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>2009 ist das Superjubiläumsjahr.<br />
Vor 20 Jahren ist die Berliner Mauer gefallen und vor 60 Jahren wurde das Grundgesetz verabschiedet. Genug Gründe also für Deutschland, dieses Jahr zu feiern. Die von der Bundesregierung initiierten Feierlichkeiten stehen passender Weise unter den Schlagwörtern „Freiheit und Einheit“. Was ist dagegen einzuwenden? Eine ganze Menge!<br />
<span id="more-16"></span></p>
<p><font size="3"><em>Melodien für Millionen</em></font><br />
Die heutige Bundesrepublik ist der demokratischste Staat, den es bisher auf „deutschem Boden“ gegeben hat. Doch was heisst das eigentlich? Der deutsche Staat garantiert zwar die persönliche Freiheit und Gleichheit seiner Bürger, legt aber genau damit den Grundstein für ihre schlechte Situation. Wie passt das zusammen? Als Staatsbürger_in in der bürgerlichen Gesellschaft hat man zwar die Garantie, persönlich frei zu sein, das heisst zum Beispiel von Niemandem versklavt zu werden oder Ähnliches. Gleichzeitig aber setzt der Staat die Unfreiheit der Menschen durch. Dadurch, dass er mit seiner Gewalt das Eigentum schützt und somit alles immer jemandem gehören muss, müssen die Menschen im Kapitalismus sich ihr Leben lang gegen andere durchsetzen. Sie sind gezwungen, mit ihren Mitmenschen zu konkurrieren, um zu überleben. Mit Ausnahme von ein paar Glückspilzen, die einen kleinen Schatz von ihren lieben Alten erben oder zufällig einen Geldkoffer finden, müssen alle arbeiten und Angst um ihre Existenz haben. Hiervon sind sowohl Lohnarbeiter_innen betroffen, die um Arbeitsplätze konkurrieren müssen, als auch Unternehmer_innen, die in Konkurrenz mit anderen Unternehmern stehen und bei schlecht laufenden Geschäften um ihr berufliches Überleben bangen.<br />
Die Menschen sind darin frei, einen Vertrag bei welchem Arbeitgeber auch immer zu unterschreiben, gezwungen aber ein Leben lang zu ackern. Bedeutet der Verlust der Lohnarbeit oder Niedergang der eigenen Firma in Deutschland „nur“ einen rapiden Verlust der Lebensqualität, geht es im größten Teil der Welt aber tatsächlich um das nackte Überleben.<br />
Wie irrational diese Verhältnisse sind, zeigt sich gerade dadurch, dass es in der heutigen Zeit problemlos möglich wäre, alle Menschen zu versorgen und das bei viel geringerer Arbeit. Warum also der ganze Scheiß?</p>
<p><font size="3"><em>“Auf das Notwendige kann ich verzichten, man überschütte mich mit Luxus.“</em></font><br />
Im Kapitalismus geht es nicht um die Bedürfnisse des Menschen, die in ihm leben, sondern um das Verkaufen von Waren und um das Vermehren von Geld. Die Versorgung der Menschen ist hierbei immer nur das Nebenprodukt, nicht das Hauptanliegen. Die Menschen kriegen nicht automatisch die Sachen, die sie zum Leben brauchen, sondern die Waren gelangen nur zu denjenigen, die sie auch bezahlen können. Das kann so weit gehen, dass Menschen Hunger leiden müssen, obwohl sich nebenan der Reichtum türmt. Dieses Verhältnis wird geschützt durch das Eigentumsprinzip, was wiederum vom Staat garantiert wird.<br />
Bei der Gleichheit, die der Staat garantiert, verhält es sich ähnlich: Die Gleichheit aller Bürger_innen sorgt für die Ungleichheit der Menschen in der kapitalistischen Gesellschaft. Vor dem Gesetz haben Obdachloser und Großaktio-när_in die gleichen Rechte: Ihr Eigentum wird gleichermaßen beschützt. Es bringt dem Obdachlosen aber herzlich wenig, dass seine sieben Sachen als sein Eigentum gelten und beschützt werden, denn der Weg zum gesellschaftlichen Reichtum ist für ihn versperrt und ein besseres Leben somit auch. Er zieht in diesem Fall die Arschkarte.<br />
Die Gleichheit im Staat bedeutet lediglich die Gleichbehandlung von Ungleichen.</p>
<p><font size="3"><em>Trotz allem einen kühlen Kopf bewahren</em></font><br />
Wichtig bei all dem ist, dass es keinen Sinn macht, einzelne Personen für diese Verhältnisse verantwortlich zu machen. Krisen und Katastrophen, die der Kapitalismus immer wieder hervorbringt, sind nicht die Schuld von schlechten oder korrupten Politiker_innen, gierigen Manager_innen oder betrunkenen Beamten, sie sind das Resultat der falschen Gesellschaftsordnung und eben diese gilt es zu kritisieren.</p>
<p><font size="3"><em>Wer ist eigentlich diese „Nation“?</em></font><br />
Der einzige Sinn und Zweck, den die Nation dabei hat, ist der Zusammenhalt, der in ihr lebenden Menschen.<br />
Sie ist allerdings nicht nur eine konstruierte, also unechte Idee oder falsches Bewusstsein, sondern ein realer Zusammenhang, der die Leute einerseits zwar an sich bindet und ihnen ein gewisses „Schicksal“ aufbürdet, andererseits ihnen auch eine materielle Zuwendung bietet und sie vor den negativen Auswirkungen des globalen Kapitalismus schützt. Indem der Status der jeweiligen nationalen Wirtschaft im Weltmarkt sich direkt auf die Lebenssituation der in ihr lebenden Bürger_innen auswirkt, wird also eine tatsächliche Grundlage für eine Identifikation mit dem nationalen Ganzen geschaffen.<br />
Dies bewirkt, dass die Menschen statt die Ursachen ihrer Probleme in den Verhältnissen zu suchen, lieber mit ihrem Land mitfiebern mit der kläglichen Hoffnung, dass wenn es Deutschland gut geht, auch sie etwas vom Kuchen abbekommen. Der Staat allerdings hat ganz andere Sorgen, als die einzelnen Schicksale seiner Bürger_innen aufzupolieren. Er muss schauen, dass das wirtschaftliche Wachstum stimmt und somit auch die Steuern, von denen sein Handlungsspielraum abhängt.<br />
Dieser nationale Zusammenhalt wird mit allem Möglichen begründet und gefüttert: Gemeinsame Kultur, Geschichte, Mentalität bis zur gemeinsamen Fußballmannschaft. Es läuft immer darauf hinaus, dass Menschen in Deutschland anders sein sollen als Menschen in anderen Ländern, dass alle Deutschen in einem Team sind und für eine gemeinsame Sache einstehen. Dies kann auch so weit gehen, dass man für sein Land in den Krieg ziehen muss.<br />
Der gesunde Menschenverstand müsste einem eigentlich sagen, dass es reiner Zufall ist, wo Mensch geboren wurde und dass es keinen, aber auch gar keinen Unterschied zwischen Menschen mit verschiedener Herkunft gibt. Der einzige Sinn und Zweck der ganzen Deutschlandfeierei ist also, den Deutschen das Gefühl zu geben, dass sie in einem Team sind, obwohl sie sich in Wirklichkeit als Konkurrent_innen gegenüberstehen und nur überleben, wenn sie sich gegen den oder die Andere_n durchsetzen. Die Nation ist zwar etwas Vorgestelltes, eine Imagination, aber eine mit realer Wirkkraft. Wenn man sich schon die Köpfe nicht einschlagen kann und darf, dann tut man sich halt zusammen, um als Gemeinschaft die anderen auszustechen.</p>
<p><font size="3"><em>Warum ins „eigene Nest“ scheissen?</em></font><br />
Wir haben diese Zeitung gemacht, um dem ganzen Deutschlandgedudel etwas entgegenzusetzen. Die Angebote, die uns Staat und Kapitalismus machen können, kosten uns nur ein müdes Lächeln. Wir sind Deutschland nicht dankbar und schon gar nichts schuldig. Für unsere Zukunft hoffen wir nicht darauf, viel und ganz flexibel arbeiten zu können, sondern ein geiles Leben zu haben.<br />
Zu allen staatstreuen Deutschen, die einen dann gerne belächeln und herumschwafeln, sie fänden es ja lobenswert, dass Jugendliche ein moralisches Bewusstsein hätten, früher oder später würde man dann aber doch merken, dass eine andere Welt nicht möglich sei usw. lässt sich nur eins sagen: Es braucht weder große Moral noch Idealismus, um Staat und Kapitalismus falsch zu finden.<br />
Allein die Vernunft sagt schon, dass es Blödsinn ist, eine gesellschaftliche Ordnung gut zu finden, die sich nicht nach den eigenen Interessen richtet.<br />
Deswegen fordern wir nicht mehr und nicht weniger als die befreite Gesellschaft:</p>
<p>Eine Gesellschaft ohne die Herrschaft von Staat, Nation und Kapital.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nie wieder (Schul-)Klassen!</title>
		<link>https://www.strassenauszucker.tk/2009/04/nie-wieder-schul-klassen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[strassenauszucker]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2009 09:14:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#1]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>
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					<description><![CDATA[Warum müssen wir uns eigentlich fünf Tage die Woche mit Dingen beschäftigen, die uns weder großartig interessieren, noch außerhalb von Schule und späterem Beruf jemals gebraucht werden? Sinnlose, für mich und dich sowohl uninteressante als auch unwichtige Fakten auswendig lernen, nur um diese dann in der Klausur hinzuschreiben und anschließend wieder vergessen zu können. Selbst [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Warum müssen wir uns eigentlich fünf Tage die Woche mit Dingen beschäftigen, die uns weder großartig interessieren, noch außerhalb von Schule und späterem Beruf jemals gebraucht werden? Sinnlose, für mich und dich sowohl uninteressante als auch unwichtige Fakten auswendig lernen, nur um diese dann in der Klausur hinzuschreiben und anschließend wieder vergessen zu können. Selbst Themen, die einen sonst interessieren, werden, wenn sie in der Schule behandelt werden, aufgrund des Zwanges sich mit ihnen zu beschäftigen zur Hölle. Erst recht unter ständigem Notendruck und zu absurden Uhrzeiten wie 8 Uhr in der Früh. Wenn du Montagmorgen in der Klasse hockst und bereits über die Freitagabendgestaltung nachdenkst, denkst du dir da nicht auch gelegentlich: Irgendwas stimmt mit diesem Leben doch nicht?!<br />
<span id="more-17"></span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><em>Wer? Wie? Was?</em></span><br />
Aber warum existiert eine Institution wie Schule überhaupt in unserer Gesellschaft? Man könnte meinen, um den Menschen ein Allgemein- und Fachwissen zu vermitteln, damit man im Alltag möglichst gut zurechtkommt. Für grundlegende Dinge (Grundrechenarten, Lesen/Schreiben, zentrale historische Zusammenhänge usw.) erscheint dies auch logisch. Jedoch stellt sich die Frage, inwiefern z.B. die Fähigkeit, Algorithmen auszurechnen und Kenntnis über die verschiedenen Monosacharidketten zu besitzen, mir bei meiner Alltagsbewältigung helfen soll. Außerdem: Angenommen, das oft gepredigte, zynische Motto „Fürs Leben lernen wir“ wäre tatsächlich Grundlage des staatlichen Schulbetriebs, wäre es dann nicht sinnvoller, viel mehr alltagstaugliches Wissen wie Kochen oder Sozialverhalten zu vermitteln? Die Annahme, dass Schule existiert, damit jede_r Einzelne in der persönlichen Entwicklung und im Alltag unterstützt wird, scheint somit vollkommen naiv und absurd.<br />
Andere, die sich vielleicht politisch in der linken Ecke verorten würden, meinen, Schule sei deshalb so langweilig und „ineffektiv“, weil „die Politiker und die Reichen“ „das Volk“ dumm halten wollen, damit diese nicht auf revolutionäre Gedanken kommen. Ergo werden dann Forderungen wie etwa nach einem höheren Bildungsetat und besserem deutschen Abschneiden bei den PISA-Tests laut, oder, wie zuletzt bei den bundesweiten Schulstreiks, es wird sich darüber beschwert, dass so viele Schulstunden ausfallen. Komisch, dass wäre tatsächlich das Letzte, was ich an der Schule zu kritisieren hätte, im Gegenteil: Ich freue mich über jede Schulstunde, die ausfällt und in der ich mich statt mit den Funktionen der verschiedenen Organe des Luchses mit anderen, sinnvolleren Sachen beschäftigen oder einfach ausschlafen kann. Mal ganz abgesehen davon, dass es absurd ist, davon auszugehen, dass ein höherer Bildungsgrad einen Menschen zwangsläufig dazu bringt, über die Gesellschaft nachzudenken, bewusster zu leben und so vielleicht auch irgendwann auf wie auch immer geartete „revolutionäre Gedanken“ zu kommen, ist diese Annahme schlicht selbstüberschätzend; hier wird der Einfluss der politischen Linken auf die Gesellschaft und die Bevölkerung der BRD leider maßlos übertrieben.<br />
<span style="font-size: medium;"><em><br />
Wieso? Weshalb? Warum?</em></span><br />
Vielleicht ist es für die Suche nach Sinn und Zweck von Schule in unserer Gesellschaft sinnvoller, wenn man nicht von „Schule im luftleeren Raum“ ausgeht, sondern sich die Funktionsweise unserer Gesellschaft anschaut und anschließend überlegt, welche Rolle die Schule bzw. Bildung generell in dieser einnimmt. Dann kommt man nämlich schnell zu der Erkenntnis, dass ohne Menschen, die (fast) jeden Tag arbeiten gehen und um die verfügbaren Arbeitsplätze konkurrieren, hier so gut wie nichts funktioniert. Das Prinzip Lohnarbeit scheint zentral wichtig und damit auch die Eignung der Menschen für die verschiedenen Arbeiten. Um bei Siemens irgendwelche Staubsauger zu entwickeln, braucht man eine Ausbildung in Elektronik und als Architekt_in sollte man über Grundwissen in mathematischer Statik verfügen. Langsam wird es offensichtlich: Eine Hauptaufgabe des staatlichen Bildungsbetriebs im Kapitalismus ist die Ausbildung von „Menschenrohmaterial“ zu fähigen Arbeitskräften, damit diese anschließend möglichst fachkundig für die verschiedenen Unternehmen oder auch für den Staat selber schuften können. Für uns alle konkret heißt das, dass nach den vielen Jahren Schule (plus eventuell Uni oder Ausbildung) noch viele Jahrzehnte Lohnarbeit anstehen, bevor wir dann Ende 60 endlich in Rente gehen und mit dem Leben anfangen können. Irgendwas stimmt hier nicht.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><em>Zurück zur Schule&#8230;</em></span><br />
Neben einer derartigen ökonomischen Funktion kommt Schule in der bürgerlichen Gesellschaft auch eine ideologische zu. Warum wird in Geschichte zum Beispiel immer nur die deutsche bzw. die als „deutsch“ konstruierte, sprich die Geschichte der Gebiete der heutigen BRD behandelt? Wenn’s hoch kommt, ist auch mal die französische oder die englische Revolution Thema; durch diese hauptsächlich auf Deutschland und Europa gerichtete Fokussierung des staatlichen Geschichtsunterricht wird uns Schüler_innen vermittelt, dass die vor 2000 Jahren lebenden Germanen in irgendeiner Hinsicht mehr „zu uns gehören“ als zum Beispiel die Mongolen oder die alten Chinesen. Somit soll auch in Hinblick auf aktuelle politische Debatten die konstruierte deutsche Nation gerechtfertigt und pseudowissenschaftlich erklärt werden.<br />
Ein anderes Beispiel für die ideologische Funktion der Schule im Kapitalismus ist neben dem Deutsch- oder dem Religions- bzw. Ethikunterricht die „Politische Wissenschaft“. Alle vier Semester der Oberstufe bauen nämlich auf dem staatsbürgerlichen Irrglauben auf, der Staat wäre als Ausdruck des „Allgemeinwillens“ der Bevölkerung in der Lage, die Gesellschaft wesentlich alleine zu gestalten. Aber kein_e PW-Lehrer_in kann leugnen, dass es in der bürgerlichen Gesellschaft sich widersprechende Interessen, etwa zwischen Arbeitnehmer_in und Chefetage, gibt und die Idee des „Allgemeinwillens“ somit komplett irrsinnig ist. Außerdem werden die unserer Gesellschaft zugrunde liegenden ökonomischen Prinzipien, die den Alltag hauptsächlich bestimmen, so gut wie gar nicht behandelt.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><em>&#8230;und zur Gesellschaft</em></span><br />
Jetzt da wir sowohl die ökonomische als auch die ideologische Aufgabe von Schule im Kapitalismus grob erfasst haben, wird auch klarer, was ein „erfolgreiches“ Schulsystem ist. Nämlich keineswegs, wie das weiterhin von einigen naiven Gutgläubigen behauptet wird, die Vermittlung von möglichst viel Wissen für Alle – denn dann wäre der Großteil der Arbeitskräfte nämlich überqualifiziert und wer soll dann noch bei Kaisers an der Kasse sitzen?! Aber auch kein „Dummhalten“ der Bevölkerung: Deutsche Unternehmensvertreter beschweren sich regelmäßig über die schlecht ausgebildeten Arbeiter_innen, die das deutsche Schulsystem produziert, woraufhin Politiker_innen schnell verlauten lassen, dass alles Mögliche für eine Besserung der Lage getan würde. Ein erfolgreiches Schulsystem im Kapitalismus sorgt neben der ideologischen Formung der Schüler_innen vielmehr für eine möglichst optimale Befriedigung der unternehmerischen Anforderungen an „deren“ Lohnarbeiter_innen. In Nationalökonomien, in denen wenig Facharbeiter_innen, dafür viel körperliche Arbeitskraft gebraucht wird, ist es also durchaus gewollt und auch innerhalb kapitalistischer Logik notwendig, dass ein Großteil der Bevölkerung keinen guten Bildungsgrad besitzt, weshalb das Abschneiden bei den internationalen PISA-Studien kein Indikator für ein „gutes“ oder „schlechtes“ Bildungssystem ist.<br />
Forderungen nach „besserer Bildung für alle“, Lernmittelfreiheit oder kleineren Klassen machen die Schulzeit für die_den Einzelne_n vielleicht teilweise erträglicher, greifen aber zu kurz, da sie den dummen Zweck von Schule im Kapitalismus überhaupt nicht in Frage stellen bzw. sich diesem oft gar nicht bewusst sind. Somit wird auch beim Thema Schule/Bildung ein weiteres Mal deutlich, dass die Lösung von gesellschaftlichen Problemen und damit auch eine wesentliche Besserung unserer individuellen Situation nur erreicht werden können, wenn das große Ganze, die derzeitige nationalstaatlich-kapitalistische Organisierung der Gesellschaft überdacht und letztlich durch Alternativen ersetzt wird.</p>
<p><strong>Zum Weiterlesen:</strong></p>
<p><a title="STRASSEN AUS ZUCKER #10 " href="https://www.strassenauszucker.tk/wp-content/uploads/2017/07/strassenauszucker10.pdf">STRASSEN AUS ZUCKER #10 </a>DIE AUSGABE ZUR KRITIK VON SCHULE, LEHRE, UNI (Dezember 2014) als pdf</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kein Bund fürs Leben!</title>
		<link>https://www.strassenauszucker.tk/2009/04/kein-bund-fuers-leben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[strassenauszucker]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2009 09:12:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#1]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>
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					<description><![CDATA[In letzter Zeit scheint die Bundeswehr überall zu sein: Egal, welchen Medien wir gerade Aufmerksamkeit schenken, sein es Radio, Zeitung, Internet oder Fernsehen, überall werden wir unangenehm von ihr überrascht. Der nette Arbeitgeber von nebenan? Ein Berliner Radiosender bringt regelmäßig einen Werbespot der Bundeswehr, welcher dann auf eine ihrer Internetseiten verweisen soll. In der Jugendzeitung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In letzter Zeit scheint die Bundeswehr überall zu sein: Egal, welchen Medien wir gerade Aufmerksamkeit schenken, sein es Radio, Zeitung, Internet oder Fernsehen, überall werden wir unangenehm von ihr überrascht.</p>
<p><font size="3"><em>Der nette Arbeitgeber von nebenan?</em></font><br />
Ein Berliner Radiosender bringt regelmäßig einen Werbespot der Bundeswehr, welcher dann auf eine ihrer Internetseiten verweisen soll. In der Jugendzeitung „Spiesser“, welche kostenlos in nahezu jeder Berliner Schule zu finden ist, läuft genau das gleiche Spiel ab. Hier werden immer wieder ganzseitige Anzeigen des „Arbeitgebers Bundeswehr“ veröffentlicht. Und bei der Sendung „TV Total“ etwa war die Big Band der Bundeswehr vier Tage zu Gast.<br />
Es ist klar: Die Bundeswehr wirbt nicht ohne Grund in Medien, die vor allem ein junges Publikum ansprechen wollen. Die Streitkräfte der BRD suchen dringend Nachwuchs. Und wie rekrutiert man am besten Teenager? Indem man als souveräner, jugendfreundlicher Arbeitgeber auftritt. Das versucht die Bundeswehr natürlich auch bei speziellen Veranstaltungen im Jobcenter oder Auftritten mit einem eigenen Werbemobil. Auf den ersten Blick scheint die Bundeswehr für junge Menschen ein attraktives und sinnvolles berufliches Angebot nach der Schule zu sein. Ein Studium beim Bund verspricht viele Vorteile:<br />
„Einen krisensicheren Arbeitsplatz, gute Perspektiven für die Zukunft und die Möglichkeit, nach der Bundeswehrzeit in dem studierten Beruf zu arbeiten“.<br />
Und was haben wir daran zu kritisieren? Nicht nur, dass man sich für 12 Jahre verpflichten muss, wenn man sich für ein Studium bei der Bundeswehr entscheidet, man muss sich auch darüber bewusst werden, für wen man dann arbeitet. Schon die Geschichte dieses Vereins spricht Bände: Nur sechs Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs startete man den Wiederaufbau einer deutschen Armee. In den ersten Jahren waren die meisten Soldaten ehemalige Offiziere der Wehrmacht und den Namen „Bundeswehr“ erhielten die deutschen Streitkräfte vom früheren Wehrmachtsgeneral Hasso von Manteuffel. Die Bundeswehr setzt die Kontinuität deutscher Kriegsführung, kaum gebrochen, fort.</p>
<p><span id="more-18"></span></p>
<p><font size="3"><em>„Befehl und Gehorsam“</em></font><br />
Die Bundeswehr ist kein normaler Arbeitgeber im eigentlichen Sinn. Wenn du bei einem herkömmlichen Job keine Lust auf irgendeine Art von Arbeit hast, dann wirst du schlimmstenfalls gefeuert, beim Bund dagegen kommst du erstmal eine Weile hinter Gitter. Auch wenn es immer wieder so propagiert wird, es ist eben keine normale Lohnarbeit in der Bundeswehr: Es ist noch schlimmer!<br />
Der_die Soldat_in bekommt keinen Lohn für seine/ihre Arbeit, sondern vergleichbar mit Beamt_innen einen Sold. Da er_sie im öffentlichen Dienst beschäftigt ist, unterliegt er_sie anderen, strengeren Regeln als ein_e „normale_r Arbeitnehmer_in“. Das bedeutet z.B., dass ein_e Soldat_in weder kündigen noch gekündigt werden kann, da kein vertragliches Arbeitsverhältnis besteht.<br />
Jegliche Fehler wie „Befehlsverweigerung“ oder Nichterfüllung der Aufgaben werden strenger geahndet und ziehen schwerwiegendere Konsequenzen nach sich, als bei einem normalen Bürojob. Und auch die hierarchischen Strukturen spielen eine ganz andere Rolle. Zu Beginn befindet man sich am untersten Ende der Befehlskette und es gibt dort garantiert keinen Platz für eigene Ideen, denn natürlich gilt das Prinzip von „Befehl und Gehorsam“.</p>
<p><font size="3"><em>Und sonst so?</em></font><br />
Die Bundeswehr als Institution ist ein Faktor dafür, wie sich Staat und Nation, sprich Herrschaft und ausschließender Kollektivismus, in der kapitalistischen Gesellschaftsordnung reproduzieren. Sie ist ein wichtiges Machtmittel, die bewaffnete Versicherung auf die Souveränität des deutschen Staates. Indem ein Staat seine Grenzen bestimmt, sie bewaffnet, sichert und mit einer Multimilliarden-Euro-Armee notfalls auch verteidigen kann, definiert er, wer dazugehört und wer nicht. Dieser ausschließende Kollektivismus gehört zur Grundgestalt jeder Nation. Er intensiviert sich durch den Gedanken der Schicksalsgemeinschaft. Schicksalsgemeinschaft deswegen, weil alle Menschen, die im selben Staat leben, sozusagen für die Nationalökonomie an „einem Strang ziehen müssen“.<br />
Nationale Betriebe müssen entsprechend erfolgreich sein (Import, Export, dies, das), damit der Staat sich in der Weltmarktkonkurrenz behaupten kann.<br />
Die Bundeswehr agiert international, einerseits um den Zugang zu Rohstoffen nachhaltig zu schützen und zu sichern, andererseits um politische Ziele zu verwirklichen und damit neue Absatzmärkte zu gewinnen. Die Intervention in Afghanistan zum Beispiel hat zwar auch ansatzweise demokratische Verhältnisse hervorgebracht, aber schlicht aus dem Grund, dass es sich mit diesen als Voraussetzung leichter handeln lässt als mit marodierenden Warlordhorden.<br />
Der Iran dagegen ist auch ohne Menschenrechte und bürgerliche Demokratie ein verlässlicher Handelspartner für die deutsche Wirtschaft, weshalb eine militärische Intervention dort nicht nur gar nicht nötig ist, sondern den wirtschaftlichen Beziehungen sogar schaden würde. Und im Sudan als beliebiges Beispiel für Länder, an denen die BRD keinerlei ökonomische oder politische Interessen hat, gibt es auch keine (militärische) Intervention, um die Situation vor Ort zu stabilisieren oder demokratische Mindeststandards als Grundlage für wirtschaftliche Handelsbeziehungen zu etablieren.<br />
Somit wird die Stellung eines Staates in der Weltmarktkonkurrenz von der Armee gefestigt.<br />
Am Beispiel Bundeswehr lässt sich folglich gut veranschaulichen, wie das politische System, in dem wir leben, funktioniert. Es beruht auf Ausschlussmechanismen und Konkurrenz, auf Zwang und der Freiheit, diesem Zwang nachzugehen.<br />
Das sind mehr als genug Gründe, der Bundeswehr den Mittelfinger zu zeigen, anstatt für sie zu arbeiten!</p>
<p>checkt: &#8222;<a href="https://www.strassenauszucker.tk/2009/11/11/musterung-und-bundeswehr/">Musterung und Bundeswehr</a>&#8220; &#8211; Artikel in der &#8222;Straßen aus Zucker&#8220;#2</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der kriegt die Krise (immer wieder) Finanzkrisen und Kapitalismus</title>
		<link>https://www.strassenauszucker.tk/2009/04/der-kriegt-die-krise-immer-wieder-finanzkrisen-und-kapitalismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[strassenauszucker]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2009 09:10:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#1]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>
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					<description><![CDATA[Börsencrashs, Managergehälter, Konjunkturpakete und Abwrackprämie&#8230; seit Monaten muss man sich vermehrt diesen stinklangweiligen Mist reinziehen. Irgendjemand hat sich verspekuliert, alles bricht zusammen und dann zahlt die Regierung wahnsinnige Summen, 400 Milliarden Euro. Das wäre, als bekäme jeder in Deutschland eine Playstation, ein super teures High-Tech-Fahrrad, eine Reise in die USA geschenkt und die Graffiti-Spraydosen für [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Börsencrashs, Managergehälter, Konjunkturpakete und Abwrackprämie&#8230; seit Monaten muss man sich vermehrt diesen stinklangweiligen Mist reinziehen. Irgendjemand hat sich verspekuliert, alles bricht zusammen und dann zahlt die Regierung wahnsinnige Summen, 400 Milliarden Euro. Das wäre, als bekäme jeder in Deutschland eine Playstation, ein super teures High-Tech-Fahrrad, eine Reise in die USA geschenkt und die Graffiti-Spraydosen für die nächsten zwei Jahre finanziert! Da wir das aber eh nicht bekommen, könnte es uns doch eigentlich egal sein. Dennoch stellt sich die Frage, ob sich Eltern oder Freund_innen ein neues Auto kaufen können, ob aufgrund von Kürzungen die Stadt weniger Geld für‘s Jugendzentrum oder den neuen Skatepark zur Verfügung stellen kann. Vielleicht werden die Möglichkeiten schwieriger, später einen Job zu finden? Also, so ganz unbemerkt geht das Ganze an unserem Leben dann anscheinend doch nicht vorbei.<br />
<span id="more-19"></span></p>
<p><font size="3"><em>Also was ist das nun eigentlich diese Krise?</em></font><br />
Und warum gibt es die? Warum kann man die nicht einfach weglassen, wenn die nur Probleme macht? Wir kennen vielleicht Beziehungskrisen, Familienkrisen, oder auch mal Stress in der Schule bei dem man „die Krise kriegt“. Wenn das einer Gesellschaft und ihrer Ökonomie passiert, so bedeutet das ganz allgemein erstmal, dass ein großer Teil der produzierten Waren nicht mehr verkauft werden kann. Nicht, weil die Leute die Joghurts, Autos oder Playstations nicht mehr wollen oder brauchen, sondern weil sie nicht mehr dafür bezahlen können. Es gibt also eine Krise, nicht weil jemand den Hahn, wo die Playstations rauskommen, zugedreht hat, sondern weil dieser zu weit auf ist. Die Krise passiert häufig sogar dann, wenn es zu viele Waren gibt, zu viel Joghurt, zu viele Autos, zu viele Fußbälle. Das ist doch bekloppt, denn eigentlich könnten die doch einfach verteilt werden, wenn es nun schon mal hergestellt wurde. Das einzigartige System, in dem so eine dumme Sache passieren kann, ist der Kapitalismus: Die unverkäuflichen Güter führen zum Ruin ihrer Besitzer_innen und gleichzeitig gibt es Menschen, denen es am Nötigsten fehlt.<br />
Der Kapitalismus zeichnet sich dadurch aus, dass es einerseits die Leute gibt, die diese Güter besitzen. Und sie besitzen auch die Fabriken und Unternehmen, die diese ganzen Güter hergestellt haben. Andererseits gibt es die Menschen, die keine Fabrik besitzen und keine Maschinen und denen nichts anderes übrig bleibt, als arbeiten zu gehen. Der Trick bei der ganzen Angelegenheit ist, dass die Fabrikbesitzer_innen, wenn die Waren produziert sind, den Arbeiter_innen weniger Geld geben, als sie beim späteren Verkauf für die Waren bekommen und somit Profit machen. Das Problem ist nun, dass es im Kapitalismus fast nur um diesen Gewinn geht und weniger um die Bedürfnisse der Menschen nach eben Joghurts, Fahrrädern oder Fußbällen.</p>
<p><font size="3"><em>Aber warum gibt es denn nun diese Krise,</em></font><br />
wenn die eigentlich niemand geil findet? Die Krisen kommen immer wieder. Im 19. Jahrhundert noch etwa alle zehn Jahre. Ab dem 20. Jahrhundert seltener, dafür umso heftiger. Schlaue Ökonom_innen können es zwar manchmal voraussehen, wann sich eine Krise abzeichnet und dennoch lassen sich Krisen nicht stoppen. Die verschiedenen Unternehmen stehen unter einem hohen Konkurrenzdruck – sie müssen immer mehr, schneller und besser produzieren, sonst können sie nicht mit den anderen mithalten. Und: Sie müssen immer mehr produzieren, um die Gewinne zu steigern. Wenn sich eine Krise abzeichnet, können sie sich nicht zusammen hinsetzen und überlegen, was sie tun, denn sie müssen immer gegeneinander handeln. Und so kommen im Kapitalismus immer wieder Krisen und zwar nicht, weil einige Kapitalist_innen besonders „gierig“ oder „böse“ sind, sondern weil die Kapitalist_innen wie ganz normale Kapitalist_innen handeln. Würden sie das nicht tun, dann gäbe es ihre Fabrik oder ihr Unternehmen nicht mehr lange.</p>
<p>Ist die Krise erstmal da, ist das Rauskommen schwer: Wenn Leute kein Geld mehr haben, um Sachen zu kaufen, machen Unternehmen weniger Gewinn. Dadurch können sie weniger investieren, also keine neuen Maschinen kaufen und auch keine Arbeiter_innen einstellen, wahrscheinlich entlassen sie sogar welche. Wer aber im Kapitalismus keine Arbeit hat, der hat kein oder wenig Geld und kann wiederum weniger Sachen kaufen. Wenn Leute aber kein Geld haben, um Sachen zu kaufen, machen Unternehmen weniger Gewinn und&#8230; ihr seht schon, der Kreislauf setzt sich fort und die Krise verstärkt sich. Gleichzeitig wirkt sie aber paradoxerweise auch wie ein „Reinigungsprozess“ für das kapitalistische System: Die nicht so profitablen Unternehmen gehen unter, die funktionierenden machen aufgrund der entstehenden niedrigen Löhne umso mehr Profit, es entsteht ein neuer Aufschwung. Dass bis dahin aber mal wieder umso mehr Hunger und Armut entstanden sind, ist dem Kapitalismus – dem es ja eh nicht um das chillige Leben für alle geht, sondern um Gewinn des Gewinns wegen – herzlich egal.</p>
<p><font size="3"><em>Und was ist jetzt die Lösung, um keine Finanzkrisen mehr zu haben?</em></font><br />
Seit der Kapitalismus im letzten Herbst kriselt, gibt es sehr, sehr viele Meinungen, warum das nun passiert ist und wer die Schuld trägt. Man hat das nicht lang genug voraus gesehen. Die Hypothekengeschäfte in den USA seien eine dumme Idee gewesen. Aber sehr häufig wird gesagt: Die Manager_innen sind zu „gierig“ und bekommen nicht genug und stürzen deswegen die ganze Ökonomie in den Ruin. Und dann gibt es genauso viele Vorschläge, wie man am besten aus der Krise wieder rauskommt. Die Leute sollen Geld bekommen, damit sie wieder kaufen können, Konjunkturpakete werden verabschiedet, damit die Banken wieder klarkommen. Und: Die Finanzmärkte sollen besser überwacht werden, damit das alles nicht noch einmal passiert. Über das Offensichtlichste spricht aber fast niemand: Wenn die Krisen immer und immer wieder kommen und wenn ihr Grund – es gibt zu viele Waren – das eigentliche Ziel der ganzen Schufterei ist (denn man will ja möglichst viel Umsatz und Gewinn machen), dann ist der Grund für die wiederkehrenden Krisen der Kapitalismus selbst. Hier gibt es das Streben nach immer mehr Gewinn und Umsatz, danach, immer mehr Fahrräder und Fußbälle zu produzieren. Und es gibt das Streben, immer besser als die Konkurrenz zu sein. Und genau dieses Streben führt irgendwann in die Krise.</p>
<p>Aber das kann ja niemand wirklich zugeben, denn die Konsequenz wäre, dass wir uns eine andere Ökonomie ausdenken, als eine in der es nur um den Gewinn geht und nicht um die Nützlichkeit der produzierten Dinge. Aber eigentlich wäre es mehr als angebracht, sich etwas anderes auszudenken, denn wirklich schön ist der Kapitalismus nicht: Ständig arbeiten gehen, viele Leute hungern oder leben nur vom Nötigsten. Ein paar Leute können von der Schufterei der Anderen leben und das ziemlich gut. Und der Kapitalismus führt dazu, dass es mit der Umwelt langsam aber sicher richtig den Bach runter geht.</p>
<p><font size="3"><em>Dabei könnte alles wirklich entspannt sein:</em></font><br />
Alle Leute in der Gesellschaft könnten sich zusammen überlegen, was alles gebraucht oder gewollt wird, und das dann herstellen. Wenn Leute Lust auf ein noch leichteres Fahrrad mit dreißig Gängen haben, dann wird das eben gebaut, und alle, die eins wollen, kriegen eins. Wir könnten uns bei anderen Produkten aber auch zweimal überlegen, ob sie den Stress wirklich nötig sind. Sicherlich müssten wir alle weniger arbeiten und könnten uns vieles sparen: den ganzen Konkurrenzdruck, die ganze Werbung, die vielen Banken. Wir könnten richtig relaxen und jede_r hätte genug Zeit, mit seinen Freund_innen rumzuhängen, sich Tricks beim Skaten beizubringen oder vielleicht auch einfach nur genug Zeit für die Playstation zu haben.<br />
Bis dahin gilt es aber noch einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten, damit die Leute von ihrem Film, es ginge nicht anders, endlich mal runterkommen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>K.I.Z. im Rampenlicht</title>
		<link>https://www.strassenauszucker.tk/2009/04/kiz-im-rampenlicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[strassenauszucker]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2009 09:08:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#1]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir wählen Interviewpartner:innen aus, die wir zum Zeitpunkt des Interviews persönlich spannend und inhaltlich anregend finden. Bei einigen finden wir das nach Jahren immer noch &#8211; bei anderen nicht. Auch letztere findet ihr hier weiterhin online, weil wir transparent damit umgehen möchten. Maxim von der Berliner Rap-Combo stand der „Straßen aus Zucker“-Redaktion Rede und Antwort. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:clamp(14px, 0.875rem + ((1vw - 3.2px) * 0.128), 15px);"><em>Wir wählen Interviewpartner:innen aus, die wir zum Zeitpunkt des Interviews persönlich spannend und inhaltlich anregend finden. Bei einigen finden wir das nach Jahren immer noch &#8211; bei anderen nicht. Auch letztere findet ihr hier weiterhin online, weil wir transparent damit umgehen möchten.</em></p>


<p>Maxim von der Berliner Rap-Combo stand der „Straßen aus Zucker“-Redaktion Rede und Antwort.</p>
<p><strong>Wann bist du heute aufgestanden?</strong><br />
9 Uhr.</p>
<p><strong>Wolltest du eigentlich früher auch mal Feuerwehrmann oder Polizist werden? Oder was stellst du dir für deine Lohnarbeiterkarriere vor?</strong><br />
Ich wollte erst Mathematiker werden, dann Profiturner oder Kampfsportler, jetzt fände ich Fremdenlegionär und Surflehrer eine gute Sache. Wahrscheinlich werde ich irgendwann meinen eigenen Kindergarten machen und mit 105 will ich beim Sandburgenbauen zusammenklappen, Herzinfarkt oder so, das wär schön!<br />
<span id="more-20"></span><br />
<strong>Ihr habt ja dieses tolle Lied „Frei sein“ gemacht. Das ist bei uns ein großer Hit &#8211; war das auch ein politischer Ruf oder habt ihr da nur eure persönlichen Alltagserfahrungen „verarbeitet“?</strong><br />
Diese ganze Freiheitsscheisse ist immer sehr zum Kotzen, „Freiheit ist die einzige die zählt und jetzt alle..!“ Die könnten auch von „Eeeiisbeeiin“ oder so singen, das wär dasselbe. Wir wollten da was Konkretes machen und ich denke wirklich konkrete Texte haben immer was politisches, ob das jetzt beabsichtigt ist oder nicht. Bei uns war das natürlich eiskaltes Kalkül.</p>
<p><strong>Was bedeutet für euch Bildung und erfüllt sich diese Vorstellung im aktuellen Schulsystem?</strong><br />
Bildung sollte uns mündig, kritisch, solidarisch, mitfühlend und anziehend für das andere Geschlecht machen. Das alles macht unser Schulsystem ab und zu mal. Die Zeit, die man auf die Grundschule geht, soll hier verkürzt werden, das heisst eine frühere Trennung von Pennern und Bankern. Ich könnte jetzt schön schwafeln, aber ich denke, das Problem ist, dass unser System nur eine sehr geringe Anzahl an mündigen, kritischen, solidarisch mitfühlenden Menschen braucht. Wenn sowas zum Strassenkehren nötig wär, würden wir ein spitzenmässiges Schulsystem haben!</p>
<p><strong>Ward ihr bei der Bundeswehr?</strong><br />
Neeinnn!</p>
<p><strong>Für wen warst du bei der Fussballweltmeisterschaft &#8211; oder bist du der total aus dem Weg gegangen?</strong><br />
Für den Vatikan. Ich hab eine ärztlich attestierte Fahnenphobie, deswegen kann ich an diesen grossartigen Momenten kultureller Ekstase nicht teilhaben.</p>
<p><strong>Sido hat ja zugegeben nicht sooo gut bestückt zu sein, wie er immer behauptet: Wie sieht es eigentlich mit euch aus?</strong><br />
Denkt ihr etwa, wir lügen in unseren Texten? pff&#8230;</p>
<p><strong>Was sagt ihr zu den Vorwürfen, ihr würdet in euren Texten schwulen- und frauenfeindliche Vorurteile benutzen?</strong><br />
Ihr habt total Recht, das tun wir, „benutzen“ ist auch das richtige Wort. Wenn wir zum Beispiel brutalen Sex beschreiben, gehts hart zur Sache für beide Parteien, wir lassen uns auch anpissen und fressen Schlüpfer, Standard halt. Wenn wir sagen „es ist Zeit, sich auch unter Männern an die Schwänze zu greifen“, dann macht das Spaß, weil es homophobe Menschen gibt, die dann traurig sind.</p>
<p><strong>Checkt das auch euer Publikum?</strong><br />
Das ist minderjährig und voll besoffen, das will nur noch gefickt werden. Spaß. Das Publikum checkt das auf jeden Fall, einige Homophobe sind sehr sauer auf uns, die haben das verstanden.<br />
Man darf die jungen Dinger nicht unterschätzen, ich geb zum Beispiel Rapworkshops für 14-18jährige bei mir in Kreuzberg, und für die ist zwischen uns und ernstgemeinter menschenverachtender Musik &#8211; wie zum Beispiel Revolverheld &#8211; ein großer Graben.</p>
<p><strong>Ist Deutschland für euch ein Opfer?</strong><br />
Die Gretchenfrage!<br />
Ihr meint jetzt von wegen Deutschland ist Scheisse? Aber die ham doch gesagt ich bin Deutschland oder du bist Deutschland?!<br />
Es ist schon kompliziert genug man selbst zu sein, Deutschland besteht aus Grenzen und das wars für mich. Ich kann weder stolz drauf sein noch mich schämen für den Ort, an dem ich geboren bin.</p>
<p><strong>Hast du noch abschließende Worte für unsere Leser_innen?</strong><br />
Nein, ich bin komplett leer, mein Körper ist eine Hülle, die den Dunst meiner Seele ab und zu Gassi führt.</p>
<p><strong>Danke für das Interview!</strong></p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/KYk988iUDHE&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/KYk988iUDHE&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Endlich wird die Arbeit knapp.</title>
		<link>https://www.strassenauszucker.tk/2009/04/endlich-wird-die-arbeit-knapp/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[strassenauszucker]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2009 09:06:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#1]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>
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					<description><![CDATA[➞ English version &#124; Spanish version &#124; Czech version Endlich wird die Arbeit knapp? Gehts noch? Wer die Überschrift liest, wird sich wohl erstmal denken „Jetzt spinnen die total!“. Arbeit ist in dieser Gesellschaft schließlich mit das Wichtigste überhaupt. In regelmäßigen Abständen werden die Arbeitslosenzahlen veröffentlicht und jeder Prozentpunkt weniger wird abgefeiert. Wenn irgendwo eine [&#8230;]]]></description>
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<p>➞ <a href="https://www.strassenauszucker.tk/2009/04/were-running-out-of-work-at-last/" data-type="link" data-id="https://www.strassenauszucker.tk/2009/04/were-running-out-of-work-at-last/">English version</a> | <a href="https://www.strassenauszucker.tk/2009/04/nos-estamos-quedando-sin-trabajo-por-fin/" data-type="link" data-id="https://www.strassenauszucker.tk/2009/04/nos-estamos-quedando-sin-trabajo-por-fin/">Spanish version</a> | <a href="https://www.strassenauszucker.tk/2009/04/dochazi-nam-prace-konecne/" data-type="link" data-id="https://www.strassenauszucker.tk/2009/04/dochazi-nam-prace-konecne/">Czech version</a></p>



<p>Endlich wird die Arbeit knapp? Gehts noch?<br>
Wer die Überschrift liest, wird sich wohl erstmal denken „Jetzt spinnen die total!“. Arbeit ist in dieser Gesellschaft schließlich mit das Wichtigste überhaupt. In regelmäßigen Abständen werden die Arbeitslosenzahlen veröffentlicht und jeder Prozentpunkt weniger wird abgefeiert. Wenn irgendwo eine neue Fabrik entstehen soll und es gibt Proteste, etwa wegen Umweltschutz oder so, heisst es immer: „Hey, da entstehen doch Arbeitsplätze.“ Und es scheint fast so, als sei das ein Wert an sich. Viele arbeiten offensichtlich nicht, um Geld und ein einigermaßen erträgliches Leben zu haben, sondern sie leben, um zu arbeiten.<br>
</p>



<span id="more-21"></span>



<p>Das geht sogar soweit, dass neue Jobs quasi erfunden werden. Seien es die vielen Arbeitsplätze im Dienstleistungsektor oder die berühmt-berüchtigten Ein-Euro-Jobs, zu denen Arbeitslose zwangsverpflichtet werden, damit sie auch was tun für ihr Geld vom Staat. Einfach so seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können, ohne arbeiten zu gehen, ist zutiefst verpönt. Besonders deutlich wird das bei einem Blick in die unzähligen Nachmittags-Talkshows, wo regelmäßig Menschen eingeladen und vorgeführt werden, die von sich selber offen zugeben, keinen Bock auf Arbeit zu haben. Da kocht die Volksseele und es ist nicht schwer sich vorzustellen, was passieren würde, wenn die Kamera aus wäre und es die Möglichkeit gäbe, ungestraft die „Asozialen“ zur Verantwortung zu ziehen.<br>
Und auch die dutzenden Morde an Obdachlosen in den vergangenen Jahren sprechen eine deutliche Sprache. Bei den Tätern handelt sich dabei nicht zwangsläufig um waschechte Neonazis. Hinter solch menschenverachtenden Taten steckt auch eine Logik, die eine der Grundlagen unserer Gesellschaft darstellt &#8211; sicher nicht auf diese Art und Weise, aber dafür um so weiter verbreitet. Selbst der amtierende SPD-Vorsitzende Franz Müntefering ließ schonmal ganz öffentlich verlauten: „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.“</p>



<p><strong><span style="font-size: medium;">Arbeit, du alte Scheisse!</span></strong><br>
Doch warum werden Menschen, die nicht arbeiten können oder wollen, beschimpft, bedroht und ermordet? Warum wird Arbeit nicht als ein notwendiges Übel erkannt, sondern abgefeiert und immer „Arbeitsplätze für alle!“ gefordert? Warum freut sich keine_r, wenn es weniger zu tun gibt?<br>
Denn es ist eigentlich ein gutes Zeichen, dass die Arbeit knapp wird. Das hängt mit der gestiegenen Produktivität der Gesellschaft insgesamt zusammen. Seit der industriellen Revolution ist es den Menschen möglich, durch Arbeitsteilung, Einsatz von Maschinen und anderer Technik viel mehr in viel kürzerer Zeit zu produzieren. Es müsste also viel weniger gearbeitet werden, um den gleichen Standard zu halten. Wenn, ja wenn es bei Lohnarbeit überhaupt darum ginge, die Sachen herzustellen, die alle Menschen brauchen, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Doch die Sachen, die hergestellt werden, haben einfach nicht diesen Zweck &#8211; es werden nur zahlungskräftige Bedürfnisse befriedigt. So ist es z.B. scheissegal ob ich Hunger habe und was zu essen brauche. Wenn ich nicht dafür bezahlen kann, ist spätestens bei Kaisers an der Kasse Schluss mit lustig und ich gehe ohne Essen nach Hause. Ganz zu schweigen von der neuesten Playstation oder dem Konzertbesuch.<br>
Mit der Lohnarbeit sieht es entsprechend ähnlich aus &#8211; wir arbeiten eben nicht jede_r nach seinen_ihren Bedürfnissen, jede_r nach seinen_ihren Fähigkeiten und für ein gutes Leben für alle. Wir werden gezwungen zu arbeiten. Gezwungen? Klar gehe ich einerseits zwar ein freies Vertragsverhältnis mit meinem Arbeitgeber ein, andererseits aber auch ein unfreies und ungerechtes. Unfrei deswegen, weil ich ja gezwungen bin, meine Arbeitskraft zu verkaufen, um über die Runden zu kommen, um Kohle zum Überleben zu haben &#8211; ich bin abhängig vom Lohn. Ungerecht deshalb, weil durch die staatliche Garantie des Privateigentums den unmittelbaren Produzenten (Lohnarbeiter_innen) der Zugriff auf den von ihnen selbst produzierten gesellschaftlichen Reichtum verwehrt wird, der statt dessen eben bei den Besitzer_innen der Unternehmen, der Fabriken und Produktionsmittel ankommt. Und ich hab den Arbeitsvertrag auch noch freiwillig und glücklich unterschrieben&#8230;<br>
Doch die ganze Sache ist noch absurder: Die Betriebe, in denen die Lohnabhängigen arbeiten, kooperieren nicht nach sachlichen Erwägungen &#8211; z.B. was wird gebraucht und kann wie und wo am einfachsten hergestellt werden. Sie folgen nicht gesellschaftlichen Bedürfnissen und technisch-praktischen Erfordernissen des Arbeitsprozesses, sondern begegnen sich zuallererst als Konkurrenten, die jeweils für sich selbst ein Maximum herausholen müssen.<br>
<span style="font-size: medium;"><em><br>
</em><strong>Konkurrenz nervt!</strong></span><br>
Der Unternehmer muß sich also gegen seinen Konkurrent_innen durchsetzen, wie du dich auch gegen die Anderen durchsetzen mußt, wenns z.B. um einen der knapper werdenden Arbeitsplätze geht. „Konkurrenz belebt das Geschäft“ heißt es dann oft zur Begründung. Nur geht es uns nicht ums Geschäft, sondern um ein gutes Leben für alle. „Aber der Mensch ist nunmal egoistisch“ wird dann als „Argument“ vorgebracht, warum alles so bleiben muß wie es ist. Schließlich würde keine_r freiwillig arbeiten gehen, wenn er_sie nicht müßte, und alle würden alles haben wollen und zu Hause die MP3-Player und Bananen nur so horten. Damit wird aber die egoistische Verhaltensweise, die man in einer auf Konkurrenz beruhenden Gesellschaft an den Tag legen muss, um klarzukommen, in eine angebliche „Natur des Menschen“ verlagert. Und witzigerweise nehmen sich die Vertreter_innen dieser „Egoismus“-Begründung oft selber davon aus und müssten selbstverständlich auch Gegenbeispiele anerkennen. Doch damit ist schon bewiesen, dass dieser Egoismus nichts Natürliches ist. Auch warum man Dinge horten sollte, wenn die keinen Wert im kapitalistischen Sinne mehr haben, sondern schlicht zur Bedürfnisbefriedigung aller Menschen da sind, können sie nicht erklären.<br>
Die Lohnarbeit, das Gerangel um Arbeitszeiten, Arbeitszwang und Gehalt sind gute Beispiele für die Absurdität des kapitalistischen Hauens und Stechens und des Rechts des Stärkeren in demokratischen Bahnen. Nun gibt es Menschen, die fordern ein bedingungsloses Grundeinkommen, also eine Standardsumme, die jedem Bürger dieses Staates zustehen soll, egal ob er arbeiten geht oder nicht. Und es gibt etwa die Gewerkschaften, die regelmäßig fordern, dass man nicht „arm trotz Arbeit“ sein dürfe und deshalb einen grundsätzlichen Mindestlohn einführen wollen. Und natürlich wären solche Reformen nicht schlecht für Menschen, die darauf angewiesen sind ihre Arbeitskraft zu verkaufen, um über die Runden zu kommen, weil sie eben keine Produktionsmittel haben. Nur ändert dieses bisschen „Umverteilen“ nichts an den grundlegenden Problemen. In dieser Welt wird nicht für die Bedürfnisse der Menschen produziert, sondern um aus Geld mehr Geld zu machen und zwar, unter Bedingungen knallharter Konkurrenz. Das muss geändert werden und das geht nicht mit Reformen im Kapitalismus, sondern nur mit einer Überwindung der bestehenden Verhältnisse.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nos estamos quedando sin trabajo – ¡Por fin!</title>
		<link>https://www.strassenauszucker.tk/2009/04/nos-estamos-quedando-sin-trabajo-por-fin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[strassenauszucker]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2009 09:05:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#1]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Calles de Azúcar #1]]></category>
		<category><![CDATA[Español]]></category>
		<category><![CDATA[Other Languages]]></category>
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					<description><![CDATA[➞ English version &#124; German version &#124; Czech version Sobre trabajo y Karoshi ¿Quedarnos sin trabajo? ¿Me estáis tomando el pelo? Estarás pensando que nos hemos vuelto loc@s. En esta sociedad, el trabajo es una de las cosas más importantes que puedes imaginar. Estadísticas de desempleo son publicadas regularmente, causando gran revuelo en caso de [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>➞ <a href="https://www.strassenauszucker.tk/2009/04/were-running-out-of-work-at-last/" data-type="link" data-id="https://www.strassenauszucker.tk/2009/04/were-running-out-of-work-at-last/">English version</a> | <a href="https://www.strassenauszucker.tk/2009/04/endlich-wird-die-arbeit-knapp/" data-type="link" data-id="https://www.strassenauszucker.tk/2009/04/endlich-wird-die-arbeit-knapp/">German version</a> | <a href="https://www.strassenauszucker.tk/2009/04/dochazi-nam-prace-konecne/" data-type="link" data-id="https://www.strassenauszucker.tk/2009/04/dochazi-nam-prace-konecne/">Czech version</a></p>



<p><strong>Sobre trabajo y Karoshi</strong><br>
¿Quedarnos sin trabajo? ¿Me estáis tomando el pelo? Estarás pensando que nos hemos vuelto loc@s. En esta sociedad, el trabajo es una de las cosas más importantes que puedes imaginar. Estadísticas de desempleo son publicadas regularmente, causando gran revuelo en caso de que un pequeño descenso haya sido detectado. Cuando el proyecto de creación de una nueva fábrica levanta protestas, por ejemplo por motivos medioambientales, el contraargumento más oído es siempre: „Pero venga&#8230;, ¡si va a crear empleo!“<br>
Casi parece que el trabajo fuera, </p>



<span id="more-312"></span>



<p>en sí mismo, un valor. Aparentemente son muchas las personas que no trabajan para poder permitirse una vida más o menos soportable, sino que viven para trabajar. Esto llega incluso al extremo de inventar nuevos trabajos para parecer estar ocupado.<br>
En 2009 el gobierno alemán introdujo un sistema de desguace para estimular la economía: Por cambiar el coche “viejo” por uno nuevo, la gente recibió una subvención de 2.500 euros. A parte de incentivar la economía, la principal línea de argumentación fue que esto, a la vez, ayudaría al medioambiente. Sin embargo, destruir un coche pequeño y sustituirlo por un gran utilitario deportivo ciertamente no ha ayudado al planeta. Así que, irónicamente, la medida provocó que un montón de coches casi nuevos acabaran en el vertedero convertidos en chatarra – de modo que la industria automovilística tuviera suficiente trabajo. Menudo despropósito: la idea era básicamente producir más, y como consecuencia tirar coches en perfecto estado. Otro ejemplo: a veces se inventan tareas para que la gente que (porque lo necesita) vive de las ayudas por desempleo “se acostumbren a trabajar”.<br>
Much@s hablan del trabajo como algo que ennoblece o cultiva a quien lo practica. De tod@s nosotr@s se espera que trabajemos más, y durante más tiempo, a pesar de que much@s no llegarán a la jubilación debido a enfermedades relacionadas con el trabajo. Mientras tanto, cada vez más y más jóvenes se encuentran en paro, incapaces de encontrar un trabajo en primer lugar.</p>



<p><strong>La adoración del trabajo no es mi revolución</strong><br>
La idea de que el trabajo ennoblece es una malinterpretación, ampliamente arraigada, también en la izquierda. La degradación del proletariado hasta “esclavos incivilizados” por parte de la burguesía, derivó en la mitificación del trabajo en la Unión Soviética y otros estados „socialistas“, en un modo tan aterrador como en su versión capitalista. El „Héroe Obrero“ &#8211; condecoración otorgada a trabajador@s excepcionales en la República Democrática Alemana &#8211; no ve su trabajo como medio para alcanzar un fin, sino como fin en sí mismo. Pero la principal razón por la que aspiramos a una sociedad comunista es porque queremos una buena vida para tod@s, y esto significa evitar todo lo superfluo; trabajar sólo lo necesario como alternativa al actual uso productivista de la mano de obra, de manera que haya tiempo para amig@s, arte, fiesta, política y cualquier otra cosa que a un@ le apetezca.<br>
Sin embargo, muchos sindicatos y otras fuerzas de izquierda se unen a la mayor parte de la población en el rechazo a la cultura de la indolencia y el hedonismo. A menudo esta opinión es rematada con comentarios tan anti-intelectuales como „un poco de trabajo duro no hace mal a nadie“, o voces que animan a l@s estudiantes a tirar sus libros y empezar a trabajar „de verdad“. No es que el trabajo duro en la fábrica no pueda resultar una experiencia interesante, pero la concepción actual del empleo está destinada básicamente a culpabilizar a los „vagos“ y a hacerlos sentir mal por no querer hacer un trabajo sin sentido.<br>
Incluso en la izquierda auto-declarada hedonista, que critica el „trabajo“ como tal, podemos encontrar esta idolatría del esfuerzo. Por ejemplo, en la manera en que todo el mundo habla de sus muchos „proyectos“, o de cómo la depresión es aceptada sólo en forma de „agotamiento“, o de cómo la gente alardea de sus estresantes vidas, sólo para dejar ver cuán productiv@s son. Es en estos momentos el carácter totalitario de nuestra sociedad se muestra con toda su fuerza. Relajarse y no hacer nada es aceptable, cuanto más, sólo durante el fin de semana.<br>
Incluso en la izquierda, pensamos a menudo que el reconocimiento social sólo puede ser alcanzado demostrando productividad, de un modo u otro. Asimilar el valor individual de una persona con su capacidad de producción se ha convertido en algo natural, incluso entre l@s más crític@s con la mística del esfuerzo.</p>



<p><strong>„El trabajo es media vida“</strong> (proverbio alemán)<br>
¿De dónde viene la idea de que un@ sólo vale lo que trabaja? En nuestra opinión, tiene que ver con el por qué, y en qué forma existe el empleo en nuestra sociedad. Puede sonar extraño porque, en el fondo, ¿no ha existido el trabajo desde el inicio de la humanidad? Sí, pero el trabajo hoy en día ha adoptado una forma muy característica, por lo menos en los países industrializados: la del trabajo asalariado. ¿Qué consecuencias tiene este simple hecho?<br>
En nuestra sociedad, estamos obligad@s a trabajar con tal de conseguir ingresos. La mayoría ni siquiera puede permitirse renunciar a una parte de sus ingresos con tal de hacer algo que pudiera disfrutar más. De hecho, no es que abunden las ofertas de trabajos que se puedan disfrutar. Y como aun así la gente tiene que trabajar para ganar dinero, los bienes que producen sólo puede estar destinados a generar beneficio.<br>
Así que, por un lado, la producción en nuestra sociedad es muy igualitaria: qué clase de bienes es producido resulta en realidad secundario mientras pueda ser vendido en los mercados. La escala de valor de un producto no tiene nada que ver con si éste va a generar felicidad, o si tú disfrutaste produciéndolo. Lo único que importa es si va a generar dinero. Conceptos abstractos, alejados de ti y de tu empleo. Algun@s califican este tipo de trabajo de „alienado“ por estar desconectado de su uso real o de los deseos de la persona a cargo de su producción.<br>
En el fondo, no importa a qué te dedicas; tus horas de trabajo solo incrementarán la cantidad de unidades producidas de algún producto (sean tornillos, anuncios o horas de clase en una escuela). Y aún hay más, el uso de máquinas por lo general no significa menos trabajo, sino su intensificación. Así que no resulta sorprendente que todo se encarrile a una competición sin fin para, simplemente, generar „más“: más horas de trabajo, más bienes.<br>
No se trata de ti, que ya desde la guardería has sido sólo un engranaje más de la rueda, tu reconocimiento social como individuo depende exclusivamente del trabajo duro. Y es que todo se reduce a: „Yo trabajo. Un montón“. Y no es broma.<br>
Un ejemplo suficientemente ilustrativo: cada vez que me llama mi padre, lo primero que pregunta es: „¿qué, mucho trabajo?“. Una respuesta positiva basta para aliviarlo. En qué estoy realmente trabajando no importa con tal de que no afloje. Siguiendo su lógica, el trabajo es lo que da sentido a la vida; y éste no es tan sólo un concepto anticuado. Incluso l@s más alternativ@s Freelancers de las agencias de publicidad, organizan su tiempo libre en torno al gimnasio o el speed dating, convirtiéndolo así, cada vez más, en un reflejo de sus rutinas de trabajo. Incluso amor y deseo son ahora esfuerzo y productividad.<br>
Y aún podemos encontrar otro motivo más de orgullo en nuestro empleo: la presión para trabajar, acompañada por la obligación de suprimir toda necesidad o deseo propio, se manifiestan en forma de odio hacia l@s que (aparentemente) no trabajan. Esto es expresado claramente en los muchos debates en los que gente es invitada a denunciar públicamente a aquell@s que no ven razón alguna para trabajar. Resulta fácil de imaginar lo que una turba haría con estos elementos<br>
„asociales“ que viven y se aprovechan de la sociedad del bienestar, una vez se hubieran apagado las cámaras si supieran que sus actos no van a tener consecuencias. El incremento del número de indigentes asesinad@s en los últimos años resulta una clara prueba de esto.</p>



<p><strong>¿Se dedicaría alguien a trabajar en una sociedad comunista?</strong><br>
Aquell@s que critican la idolatría al trabajo y el odio resultante hacia el resto de „parásit@s“, se encuentran a menudo confrontad@s con la objeción de que si no fuera por la presión externa, nadie trabajaría. Cuando se pregunta a est@s fervientes seguidor@s de la coerción, si es que acaso sólo trabajan porque deben hacerlo, suelen responder lo contrario, alegando que de verdad sienten satisfacción y realización personal. Una contradicción interesante, aunque en realidad las dos opciones resultan igual de falsas. Por un lado, en esta sociedad irracionalmente organizada, donde las personas producen para un mercado abstracto bajo constante presión y abuso, no resulta sorprendente que mucha gente no tenga ganas de trabajar. Una razón es que nuestro trabajo en sí resulta muy poco transparente. No porque todo ahora sea más complejo, sino porque no se considera una prioridad que la gente entienda para qué sirve su trabajo. Incluso cuando sí lo entiende, no es suficiente para convertir éste en algo liberador.<br>
Y en cuanto a la supuesta autorrealización a través del trabajo, basta con preguntar a es@s trabajador@s explotad@s como a autómatas en Call-Centers, o en Asia a l@s trabajador@s obligad@s a producir zapatos deportivos bajo horribles condiciones (porque una máquina costaría un par de céntimos más que el trabajo manual). Argumentos como que algun@s disfrutan de su trabajo, o incluso que algun@s consiguen vivir de su hobby, se desmoronan cuando son confrontados con la realidad, dónde el trabajo se paga mal o es menos satisfactorio de lo que debiera.<br>
Nuestra alternativa a todo esto es una sociedad en la que la producción tenga como objetivo necesidades humanas reales y no, como en el<br>
capitalismo, estas necesidades sean sólo fuente de lucro. No queremos producir bienes diseñados de tal forma que tengan que ser reemplazados cada pocos meses. Queremos una sociedad donde todos los seres humanos puedan decidir y planificar colectivamente qué bienes son producidos y cómo. Que las personas no sean solamente un engranaje más en la rueda, sino que se conviertan en algo significante a las que se pregunte: ¿cuáles son vuestras necesidades, cuánto queréis trabajar, cómo os sentís en vuestros puestos de trabajo?<br>
Queremos una sociedad donde la eliminación del trabajo como tal sea punto de referencia para la producción. Si observamos la industria publicitaria, o todas esas personas dedicadas tan sólo a mover y barajar dinero a su alrededor, resulta claro, qué cantidad de trabajo superfluo habría en una sociedad basada en la producción de lo necesario. Se podría incluso reducir el volumen de trabajo humano necesitado a través de un uso efectivo de la tecnología, mientras que en el capitalismo las máquinas son usadas sólo cuando no hay manos disponibles para hacer-lo más barato. Finalmente, apostamos por una sociedad donde haya lugar para un sistema de rotación laboral; y no, esto no significa que un piloto tenga que saber hacer una cirugía cardiovascular.<br>
Así que, ¿por qué no empezar a pensar en los modos de cambiar los sistemas de producción actuales, donde la gente se ve obligada a realizar trabajos monótonos, aburridos o peligrosos?</p>



<p>No hay duda de que no podemos permitirnos mantener una manera de producir tan irracional: ¡ha llegado la hora de organizar una manera razonable de hacerse con las cosas necesarias, ya sea de nuestras necesidades más básicas o de bienes de lujo!</p>



<p><strong>Para seguir leyendo:</strong></p>



<p>Compite o Muere<br>
[www.obeco.no.sapo.pt/rkurz_es163.htm]<br></p>


<p>[www.globalizacion.org/ciudadania/ ManifiestoTrabajoKrisis.htm]</p>



<p>GoogleBooks:<br>
Theodor W. Adorno: Sur l’eau. Minima Moralia. Reflexiones desde la vida dañada.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>We‘re Running out of Work – at Last!</title>
		<link>https://www.strassenauszucker.tk/2009/04/were-running-out-of-work-at-last/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[strassenauszucker]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2009 09:05:08 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[English]]></category>
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		<category><![CDATA[Streets of Sugar #1]]></category>
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					<description><![CDATA[➞ German version &#124; Spanish version &#124; Czech version Running out of work, are you kidding me?!? Reading this, you might think we have gone mad. In this society, labor is one of the most important things imaginable. Unemployment statistics are published regularly and people get excited when any drop is reported. When a planned [&#8230;]]]></description>
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<p>➞ <a href="https://www.strassenauszucker.tk/2009/04/endlich-wird-die-arbeit-knapp/" data-type="link" data-id="https://www.strassenauszucker.tk/2009/04/endlich-wird-die-arbeit-knapp/">German version</a> | <a href="https://www.strassenauszucker.tk/2009/04/nos-estamos-quedando-sin-trabajo-por-fin/" data-type="link" data-id="https://www.strassenauszucker.tk/2009/04/nos-estamos-quedando-sin-trabajo-por-fin/">Spanish version</a> | <a href="https://www.strassenauszucker.tk/2009/04/dochazi-nam-prace-konecne/" data-type="link" data-id="https://www.strassenauszucker.tk/2009/04/dochazi-nam-prace-konecne/">Czech version</a></p>



<p>Running out of work, are you kidding me?!? Reading this, you might think we have gone mad. In this society, labor is one of the most important things imaginable. Unemployment statistics are published regularly and people get excited when any drop is reported. When a planned new factory raises protest, perhaps for environmental reasons, the most common counter argument is usually &#8222;But come on, this creates jobs!&#8220; It almost seems as though work is a value in itself. Apparently, many people don&#8217;t work to afford a more or less bearable life, but rather they live to work. This even goes as far as inventing new jobs just as busywork. In 2009 the German government introduced a car scrappage scheme in order to stimulate the economy: When exchanging their &#8218;old&#8216; car for a new one, people received a bonus of 2500€. Apart from stimulating the economy, the main line of argumentation was that this would be good for the environment. But destroying a small car in order to buy an SUV has certainly not helped the planet. So ironically, this caused many cars that were still fairly new to end up on the junk yard – so that car manufacturers would have enough work. What a crazy idea: The main aim was to simply produce more, and as an effect do away with perfectly fine cars. Another example: Sometimes tasks are invented just to make people who (have to) live off unemployment benefits &#8222;get used to work&#8220;. Others speak of work as if it ennobles and cultivates those doing it. And we are all supposed to work longer and longer, even though many people won&#8217;t make it to retirement because of job-related illness. At the same time, more and more young people are unemployed, unable to find work in the first place.</p>



<span id="more-224"></span>



<p><strong>If toil is worshipped it is not my revolution</strong><br>
The idea that work ennobles is a misconception also widely found on the left. The degradation of the proletariat as &#8222;uncivilized drudges&#8220; by the bourgeoisie led to a fetishisation of work in the Soviet Union and the other &#8222;socialist&#8220; states just as scary as its capitalist version. The &#8222;hero of labor&#8220; – an award given to exceptional workers in the GDR – doesn&#8217;t see his or her work as a means to an end either, but as an end in itself. But the reason why we want a communist society is to have a good life for all – and that means avoiding unnecessary work and instead the effective use of labor, so that there is more time for friends, art, parties, politics and whatever else one feels like.<br>
However, many unions and other left forces are united with the majority of the population in rejecting a culture of indolence and hedonism. Oftentimes, this opinion is topped with the anti-intellectual remark that &#8222;a little bit of hard work never hurts anyone,&#8220; or that all these students should drop their books and do some &#8222;real&#8220; work instead. Not that hard labor in a factory cannot be an interesting experience, but this view is basically designed to make &#8222;slackers&#8220; feel guilty for not wanting to do mindless toil.<br>
But even in the self-declared hedonist left that critiques &#8222;work,&#8220; one can find fetishization of labor. For example, when everyone talks about their &#8222;projects&#8220;, how depression is only socially accepted in the form of &#8222;burn-out&#8220;, or when people blabber about their stressful lives only to indicate how productive they are; these are moments when the totalitarian character of our society reveals itself. To just relax and do nothing is acceptable, maybe, only on the week-end. Even in the left we often think that true social approval can only be achieved by proving our productivity, in one way or another. Equating an individual&#8217;s value with their productivity has become second nature even to critics of labor fetishization.</p>



<p><strong>&#8222;Work is half of life&#8220;</strong> <em>(German proverb)</em><br>
Where does this idea that you are only worth something when you work come from? We think it has a lot to do with the reason why, and in what form, labor exists in this society. This may sound strange, because after all, hasn&#8217;t work existed as long as mankind? True, but labor today appears in a very specific form, at least in the industrialized countries: as wage labor. What are the consequences of this basic fact?<br>
In our society, we are compelled to work in order to have an income. Most people can&#8217;t even afford to consider waiving part of their income in order to work on something they would enjoy.<br>
Actually there aren&#8217;t too many enjoyable jobs on offer in the first place. And just as people must work in order to earn money, the goods that they produce are meant to yield a profit. In one aspect, production in our society is very egalitarian: the actual type of product is secondary as long as it can be sold on the market. The measure of value is not whether the product in question will produce happiness or if you enjoyed producing it. The only thing that matters is if it makes money. All of this is pretty abstract and far detached from you and your occupation. Some call this form of labor &#8222;alienated&#8220;, in that it is disconnected from either its use or the desires of the person who actually produced it.<br>
In the end your actual occupation does not matter, your working hours only add up to a fixed amount of some product (be it screws, advertisement copy or school classes). Furthermore, the use of machines usually does not mean less work but only intensifies it. Therefore, it comes as no surprise that there is endless competition to merely create &#8222;more&#8220;: More working hours, more products. This is not about you, as you matter only as a cog in the wheel since kindergarten days, and on the other hand all your social recognition as an individual depends on hard work, then this comes down to: &#8222;I work.<br>
A lot.&#8220; No joke. I can illustrate it with a common enough example: Whenever my dad calls his first question is: &#8222;So, lots of work?&#8220; An affirmative answer is enough for him to be relieved. What is actually done is not something he cares about, as long as I don&#8217;t slack off. In this logic, work is the primary meaning of life, and this is not simply an old-fashioned concept. Even hip freelancers in advertisement agencies organize their private lives around the gym and speed dating, their free time increasingly mirroring their work routine until everything, including love and desire, has become work and productivity. There&#8217;s another aspect to this pride in one&#8217;s work: The pressure to work and the necessary suppression of needs and desires that accompany it find expression in a hatred against all those who (seemingly) do not work. This is clearly expressed in the many talk shows where people are invited to publicly denounce those who don&#8217;t see a reason to work. It is easily imaginable what the mob would do to these &#8222;asocial&#8220; elements living on welfare once the cameras were turned off if they knew they could get away with it. The increased number of homeless people murdered in the last few years demonstrate this point clearly.</p>



<p><strong>Would anybody work in a communist society?</strong><br>
Those who criticize the work fetish and the resulting hatred for all those &#8218;parasites&#8216; are usually confronted with the objection that if it weren&#8217;t for external pressure, nobody would do any work. When one asks those fans of coercion if they only work because they have to, they typically claim the contrary, namely that they find fulfillment and self-realization in their work. A peculiar contradiction, but in reality both are false. On the one hand, in this irrationally organized society where people produce for an abstract market under constant pressure and force, we are not surprised that many people are not keen to work. One reason for this is that our work itself is completely untransparent. Not because everything has become so complex, but rather because it is deemed unimportant that people understand what their labor is actually for. But even if people do know the function of their work, this doesn&#8217;t necessarly make it liberatory. And concerning the alleged self-fulfillment through work, one does not have to interview all the call center drones or workers in Asia forced to produce trainers under horrendous conditions (because machines would cost a few cents more than manual labor). The claim that some truly enjoy their job, or another makes a living from their hobby also often falls flat when faced with reality. In the end, either jobs are paid badly or the amount of enjoyment one gains is relatively small compared to what actually must be done.<br>
Our alternative to all this is a society where production aims at actual human needs and not – like in capitalism – because these needs are a source of profit. We&#8217;re not interested in producing goods that are designed so poorly that one has to purchase a new something-or-other every few months. And we want a society where all human beings can collectively decide and plan what goods are produced, and how. Where a person is not a mere cog in the wheel but actually matters and is asked: What are their needs, how much do they want to work, how do they feel at the workplace? We want a society where the elimination of labor is the actual benchmark for production. When one looks at the advertising industry, or at all the people performing various tasks solely to shuffle money around, it is clear how much labor would be superfluous in a society based on producing what is needed. And one could further reduce the amount of human labor by effectively using technology instead, whereas in capitalism machines are used only if there aren&#8217;t enough able hands to do the task cheaper. And finally, we envision a society where some kind of jobs rotation system exists; and no, this doesn&#8217;t mean that a pilot has to perform a heart surgery. So why not think of ways of changing our current production processes, where people have to work in monotonous, boring or dangerous jobs? Clearly, we can&#8217;t afford to continue such a crazy sort of production: It&#8217;s finally time to organize a reasonable way of getting the things we need in life, both our basic as well as luxury goods!</p>



<p><strong><em>For further reading:</em></strong><br>
<a href="http://www.marxists.org/archive/marx/works/1867-c1/index.htm"><br>
Why the use of robots and machines in capitalism won&#8217;t lead to more spare time</a><br>
[Karl Marx, in Capital, Volume 1, Chapter 13.]</p>



<p><a href="http://www.marxists.org/reference/archive/adorno/1951/mm/ch02.htm">Adorno: Sur l&#8217;eau (Aphorism No 100, scroll down the page)</a><br>
In: Minima Moralia: Reflections from Damaged Life.</p>



<p><a href="http://www.krisis.org/1999/manifesto-against-labour">Manifesto against Labour</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Dochází nám práce – konečně!</title>
		<link>https://www.strassenauszucker.tk/2009/04/dochazi-nam-prace-konecne/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[strassenauszucker]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2009 09:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#1]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Český]]></category>
		<category><![CDATA[Other Languages]]></category>
		<category><![CDATA[Ulice z cukru #1]]></category>
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					<description><![CDATA[➞ English version &#124; German version &#124; Spanish version O práci a karoshi*, aneb o tom, proč chceme společnost osvobozenou od práce. Dochází práce? Děláte si legraci?!? Asi si myslíte, že jsme se zbláznili. V naší společnosti je práce jednou z nejdůležitějších věcí, jakou si můžeme představit. Statistiky nezaměstnanosti jsou publikovány pravidelně a lidé jsou vzrušení, když se v [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>O práci a karoshi*, aneb o tom, proč chceme společnost osvobozenou od práce.</strong></p>



<p>Dochází práce? Děláte si legraci?!? Asi si myslíte, že jsme se zbláznili. V naší společnosti je práce jednou z nejdůležitějších věcí, jakou si můžeme představit. Statistiky nezaměstnanosti jsou publikovány pravidelně a lidé jsou vzrušení, když se v médiích mluví o tom, že míra nezaměstnanosti stoupá. Když vyvolá plánovaná výstavba nové továrny protesty, zpravidla z ekologických důvodů, je nejběžnějším protiargumentem: »Ale vždyť vzniknou nová pracovní místa!« Zdá se skoro, jako by práce byla hodnotou sama o sobě. Jako kdyby mnoho lidí nepracovalo, aby si mohli dovolit více či méně snesitelný život, ale spíše žijí, aby mohli pracovat. Jde to tak daleko, že se vymýšlejí nová pracovní místa. Německá vláda zavedla v roce 2009 program tzv. šrotovného,&nbsp;aby podpořila ekonomiku: když lidé vyměnili svá »stará« auta za nová, získali bonus 2500 eur. Vedle stimulace ekonomiky bylo hlavním argumentem to, že program bude prospěšný pro životní prostředí. Likvidace malých aut, aby si lidé mohli koupit SUV, ale jistě planetě nepomůže. Výsledkem bylo, že mnoho aut, která byla ještě poměrně nová, skončilo na vrakovištích, aby měli výrobci aut dost práce. Trochu bláznivá myšlenka: hlavním cílem bylo prostě víc vyrábět a v důsledku toho skoncovat s naprosto vyhovujícími auty. Jiný příklad: někdy se vymýšlí práce jen proto, aby mohli lidé, kteří jsou nuceni žít z podpory v nezaměstnanosti, »získat pracovní návyky«. Jindy se mluví o práci jako o něčem, co zušlechťuje a kultivuje ty, kdo ji dělají. Očekává se, že budeme všichni pracovat déle a déle, i když mnoho lidí nemůže kvůli nemocem způsobeným prací dělat až do důchodu. Současně je stále více mladých lidí bez práce, protože se jim nedaří práci najít.</p>



<p><strong>Pokud je uctívána dřina, není to má revoluce</strong><br>Mylná myšlenka, že práce zušlechťuje, je velmi rozšířená také na levici. Degradace pracujících na »necivilizované dříče« ze strany buržoazie vedla v Sovětském svazu a jiných »socialistických« státech ke stejně děsivé fetišizaci práce, jako v kapitalistické verzi. »Hrdina socialistické práce« – ocenění pro mimořádné pracovníky v Československu – neviděl jeho nebo její práci jako prostředek k cíli, ale jako samotný cíl. Důvod, proč chceme vytvořit komunistickou společnost ale je, že chceme dobrý život pro všechny – a to znamená vyhnutí se zbytečné práci a místo ní efektivní využití práce, takže bude víc času na přátele, umění, mejdany, politiku a cokoliv jiného, co máme rádi.<br>Mnohé odborové svazy a jiné levicové síly spojuje s většinou společnosti odmítání kultury zahálky a hédonismu. Tento názor je často korunován antiintelektuální poznámkou, že »trocha tvrdé práce ještě nikomu neublížila« nebo že by všichni ti studenti a studentky měli zavřít své knihy a dělat místo toho něco »pořádného«. Ne že by tvrdá práce v továrně nemohla být zajímavou zkušeností, tento názor má ale v »lenoších« vzbudit pocit viny kvůli tomu, že nechtějí dělat nesmyslnou práci.<br>Dokonce i mezi těmi, kdo se považují za hédonistické levičáky kritizující »práci«, narazíme na fetišizaci práce. Když třeba všichni mluví o svých »projektech«, jsou-li deprese sociálně akceptované jen ve formě »vyhoření« nebo když lidi žvaní o svých stresuplných životech jen proto, aby ukázali, jak jsou produktivní. To jsou momenty, kdy se odhaluje totalitní charakter naší společnosti samotné. Jenom relaxovat a nic nedělat je přípustné snad jen o víkendu. Dokonce i na levici si často myslíme, že skutečného společenského uznání lze dosáhnout jen prostřednictvím prokázání naší produktivity, ať už tím či oním způsobem. Ztotožňování hodnoty jednotlivce s jeho produktivitou se stalo druhou přirozeností dokonce i mezi kritiky fetišizace práce.</p>



<p><strong>»Práce je půl života</strong>«&nbsp;<em>(německé přísloví)</em><br>Kde se vzala myšlenka, že máte svoji hodnotu, jenom když pracujete? Myslíme, že má co dělat s důvodem, proč a v jaké formě v naší společnosti existuje práce. To může znít zvláštně, protože práce přece existovala od počátků lidstva. To je pravda, dnes ale práce existuje ve velmi specifické formě, přinejmenším v industrializovaných zemích: v podobě námezdní práce. Jaké má tahle jednoduchá skutečnost důsledky?<br>V naší společnosti jsme nuceni pracovat, abychom dostali příjem. Většina lidí si nemůže dovolit vzdát se části svých příjmů, aby se mohla věnovat něčemu, co je baví. Ve skutečnosti se lidem po škole nenabízí příliš mnoho příjemných prací. A protože lidi musí pracovat, aby měli peníze, měly by výrobky, které vytvoří, přinést zisk. Výroba je v naší společnosti v určitém smyslu velmi rovnostářská: skutečný druh výrobku je vedlejší, dokud je možné ho prodávat na trhu. Měřítkem hodnoty není to, jestli daný výrobek přinese štěstí nebo jestli jste si užili jeho výrobu. Jediné, na čem záleží, je, zda za něj budou peníze. To vše je dost abstraktní a vzdálené od vás a vašeho zaměstnání. Někdo tuhle formu práce nazývá »odcizenou«, protože je oddělena od účelu svého využití nebo od tužeb člověka, který práci skutečně vykonal.<br>Na vašem skutečném zaměstnání v posledku nezáleží. Vaše odpracované hodiny se jen nasčítají do stanoveného množství hodin potřebných k výrobě nějakého výrobku (ať už jde o vyrobené šrouby, roznošené reklamní letáky nebo odučené hodiny). Využívání strojů navíc obvykle nevede k omezení práce, ale k jejímu zintenzivnění. Není proto žádným překvapením, že tu existuje nekonečná soutěž o to, kdo toho prostě udělá »víc«: více odpracovaných hodin, více výrobků. Nejde tu o vás, protože jste od školky jen kolečkem v soukolí. A na druhou stranu, všechno sociální uznání vás jako člověka závisí na tvrdé práci: »Pracuju. Hodně.« To není vtip. Lze to ilustrovat na dost obecném příkladě. První otázka, na kterou se rodiče pokaždé zeptají: »Tak co, máš hodně práce?« Kladná odpověď postačí k tomu, aby se uklidnili. Ve skutečnosti je to nezajímá, dokud není zřejmé, že nepracujeme naplno. Podle této logiky představuje práce primární smysl života. A nejde vůbec o staromódní představu. Dokonce i módní pracující na volné noze pro reklamní agentury organizují své soukromé životy kolem posilovny a rychlorandění tak, že jejich volný čas stále více odráží jejich pracovní rutinu, dokud se všechno, včetně lásky a touhy, nestane prací a produktivitou. Existuje ještě jiný aspekt této hrdosti na vlastní práci: tlak na práci a nezbytné potlačení potřeb a tužeb, jež ji doprovází, nacházejí&nbsp;vyjádření v nenávisti ke všem těm, kdo (údajně) nechtějí pracovat. To jasně ukazují mnohé talk show, kam jsou zváni lidé, aby veřejně kritizovali ty, kdo nevidí žádný důvod, proč pracovat. Je snadno představitelné, co by dav udělal s těmito »asociálními« elementy žijícími ze sociálních dávek ve chvíli, kdy by se odvrátily kamery, kdyby věděl, že mu to projde. Narůstající počet lidí bez domova zavražděných v posledních letech to ukazuje jasně.</p>



<p><strong>Pracoval by někdo v komunistické společnosti?</strong><br>Ti, kteří kritizují pracovní fetiš a s ním spojenou zášť vůči všem těm »parazitům«, jsou obvykle konfrontováni s námitkou, že kdyby nebylo vnějšího tlaku, nikdo by nepracoval. Když se ale zeptáte fanoušků nátlaku, jestli oni sami pracují jenom proto, že musí, obvykle odpoví, že ne, že ve své práci nacházejí osobní naplnění a seberealizaci. Je to zvláštní rozpor. Ve skutečnosti ale obě tvrzení nejsou na místě. Na jedné straně, v této iracionálně organizované společnosti, kde lidé vyrábějí pro abstraktní trh pod neustálým tlakem, nejsme překvapeni, že mnozí lidé nejsou posedlí prací. Jedním z důvodů je to, že naše práce je naprosto netransparentní. Ne proto, že se vše stalo tak komplexní, spíše proto že se má za to, že není důležité, aby lidé rozuměli tomu, k čemu jejich práce skutečně slouží. Ani to, že lidé znají její účel, nedělá práci nutně osvobozující. A pokud jde o údajnou seberealizaci prostřednictvím práce, není třeba ptát se všech operátorek call center nebo asijských pracovníků nucených vyrábět tenisky v příšerných podmínkách (protože zapojení strojů by stálo o pár centů více, než kolik stojí manuální práce). Tvrzení, že si někdo opravdu svojí práci užívá nebo že někdo žije ze svého koníčku, je také často mimo realitu. Tyto džoby jsou koneckonců často špatně placené nebo je množství požitku relativně malé ve srovnání s tím, kolik toho je třeba udělat.<br>Naší alternativou k tomu všemu je společnost, ve které se výroba zaměřuje na skutečné lidské potřeby, avšak ne protože – tak jako v kapitalismu – jsou tyto potřeby zdrojem zisku. Nemáme zájem o výrobu zboží, které je navrženo tak nekvalitně, že si člověk musí každých několik měsíců koupit nové. Chceme společnost, ve které všechny lidské bytosti mohou kolektivně rozhodovat a plánovat, jaké zboží se bude vyrábět a jak. Kde člověk není pouhým kolečkem v soukolí, ale skutečně na něm záleží. Společnost, která se ptá, jaké mají lidé potřeby, jak moc chtějí pracovat, jak se na pracovišti cítí. Chceme společnost, ve které je odstranění práce tím pravým měřítkem výroby. Když se podíváme na reklamní průmysl nebo na všechny ty lidi zabývající se jen mícháním peněz okolo výroby, je zřejmé, kolik práce bude ve společnosti založené na výrobě toho, co je potřeba, zbytečné. Množství lidské práce je možné dále snížit efektivním využitím technologií, zatímco v kapitalismu jsou stroje využívány jenom tam, kde není dost schopných rukou, které by stanovenou práci odvedly levněji. A konečně – představujeme si společnost, ve které existuje nějaká podoba rotace pracovních míst. A tím nemyslíme, že by se pilot měl střídat s chirurgem operujícím srdce. Tak proč nepřemýšlet o změně současných výrobních procesů, kde lidé musí pracovat v monotónních, nudných a nebezpečných zaměstnáních? Nemůžeme si prostě dovolit pokračovat s takovým šíleným způsobem výroby: konečně nadešel čas organizovat rozumným způsobem, jak zajišťovat věci, které v životě potřebujeme, základní, stejně jako luxusní!</p>



<p><a href="https://nerasismu.noblogs.org/dochazi-nam-prace-konecne/#sdfootnote1anc">*</a>Karoshi – japonský výraz pro smrt z přepracování. (pozn. překl.)</p>



<p><br><strong>K dalšímu čtení:<br></strong>Proč nevede využití robotů a strojů v kapitalismu k úspoře času. [Marx, Karel. (1978 [1867]):&nbsp;<a href="https://www.marxists.org/cestina/marx-engels/1867/kapital/ch13.htm"><em>Kapitál</em>, díl 1., kapitola 13</a>.]</p>



<p>Adorno, Theodor W. (2009 [1951]): Sur l<em>’</em>eau. In:&nbsp;<em>Minima Moralia: Reflexe z porušeného života.&nbsp;</em>Str. 154–156.</p>



<p>Krisis (1999):&nbsp;<em><a href="http://www.krisis.org/1999/manifesto-against-labour/">Manifesto against Labour.</a>&nbsp;</em></p>



<p>Anarchistická federace (2017): »Mýtus práce«,&nbsp;<a href="https://www.afed.cz/text/6604/existence-c-1-2017-mytus-prace"><em>Existence</em>&nbsp;1</a>.</p>
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